- Erste Maßnahme immer bei Wasserrohrbruch: Hauptabsperrhahn schließen. Alles Weitere ist zweitrangig.
- Typische Anzeichen: Rauschen in der Wand bei geschlossenen Hähnen, ein sich drehender Wasserzähler ohne Verbrauch, wachsende feuchte Flecken, Druckabfall an den Armaturen.
- Häufigste Ursache in Berlin: korrodierte verzinkte Stahlleitungen aus Gründerzeit- und Nachkriegsbeständen – Bruch ohne äußeren Anlass, oft nachts.
- Wir orten das Leck zerstörungsarm per Akustik, Thermografie oder Tracergas, bevor irgendetwas aufgestemmt wird.
- Reaktionszeit meist 30 bis 60 Minuten, Festpreis vor Arbeitsbeginn, versicherungstaugliche Dokumentation inklusive.
Themen auf dieser Seite
- Wasserrohrbruch
- Haupthahn
- Leckortung
- Thermografie
- Tracergas
- Verzinkte Stahlrohre
- Korrosion
- Druckprobe
- Leitungswasserschaden
- Estrich
- Steigstrang
- Berlin
Woran Sie einen Rohrbruch erkennen
Nicht jeder Rohrbruch zeigt sich als Wasserfontäne. Die teuren Fälle sind die
leisen – eine Leitung, die im Estrich oder in der Wand seit Wochen tropft:
- Rauschen in der Wand, obwohl alle Hähne geschlossen sind.
- Der Wasserzähler dreht sich, obwohl nirgends Wasser läuft.
Das ist der zuverlässigste Test: alle Entnahmestellen schließen und das
Sternrad am Zähler zehn Minuten beobachten. - Feuchte oder dunkle Flecken an Wand, Decke oder Sockelleiste,
die größer werden. - Abgeplatzter Putz, Blasen in der Tapete, sich lösendes Laminat.
- Nachlassender Wasserdruck an den Armaturen.
- Eine warme Stelle im Fußboden – dann sitzt der Bruch in der
Warmwasser- oder Heizungsleitung. - Modriger Geruch ohne sichtbare Ursache.
- Eine unerklärlich hohe Wasserabrechnung.
Sofortmaßnahmen – in dieser Reihenfolge
- Haupthahn schließen. Meist im Keller am Hausanschluss, in
einer Revisionsklappe im Bad oder unter dem Waschbecken. Damit stoppt der Zulauf,
unabhängig davon, wo die Leitung gebrochen ist. - Strom abschalten. Läuft Wasser in Richtung Steckdosen,
Verteiler oder Elektrogeräte: Sicherung für den betroffenen Bereich aus. Nie
durch stehendes Wasser zum Sicherungskasten waten. - Nachbarn warnen. Im Mehrfamilienhaus die Wohnung darunter
informieren – dort zeigt sich der Schaden oft früher als in der eigenen. - Fotografieren. Vor jeder Aufräumaktion: Austrittsstelle,
nasse Flächen, beschädigte Gegenstände. - Anrufen. 0173 6191686.
Wenn Sie den Haupthahn nicht finden: trotzdem anrufen. Wir gehen die üblichen
Stellen am Telefon mit Ihnen durch, das dauert selten länger als zwei Minuten.
Warum Rohre brechen
- Korrosion. Die mit Abstand häufigste Ursache im Berliner
Bestand. Verzinkte Stahlleitungen, wie sie bis in die 1970er Jahre verlegt wurden,
rosten von innen. Die Zinkschicht baut sich über Jahrzehnte ab, die Wandstärke
nimmt ab, bis die Leitung an der dünnsten Stelle nachgibt – ohne äußeren Anlass. - Frost. Gefrierendes Wasser dehnt sich aus und sprengt das
Rohr. Betroffen sind vor allem Leitungen in unbeheizten Kellern, Garagen,
Außenwänden und leerstehenden Wohnungen. Der Schaden zeigt sich meist erst beim
Auftauen. - Druckstöße. Schnell schließende Magnetventile in Wasch- und
Spülmaschinen erzeugen Druckspitzen, die über Jahre auf Verbindungen wirken. - Mechanische Beschädigung. Der Klassiker: beim Bohren oder
Nageln eine Leitung getroffen. Manchmal bricht sie sofort, manchmal erst Wochen
später. - Materialermüdung an Verbindungen. Pressfittings, Lötstellen
und Übergänge zwischen unterschiedlichen Metallen sind die Schwachstellen jeder
Installation.
Wie wir vorgehen
- Zulauf sichern. Falls noch nicht geschehen, sperren wir ab –
bei Bedarf nur den betroffenen Strang, damit der Rest des Hauses Wasser behält. - Leckortung. Bevor irgendetwas aufgestemmt wird, orten wir die
Bruchstelle. Je nach Situation mit akustischer Korrelation, Thermografie oder
Tracergas. Das Ziel ist eine Öffnung von der Größe einer Hand, nicht von der
Größe einer Wand. - Freilegen und reparieren. Der schadhafte Abschnitt wird
ersetzt. Bei durchgehend korrodierten Altleitungen sagen wir Ihnen offen, wenn
eine Teilerneuerung sinnvoller ist als die dritte Flickstelle im selben Meter. - Druckprobe. Die reparierte Leitung wird abgedrückt, bevor
wieder verschlossen wird. - Trocknung einleiten. Wo Wasser in Estrich oder Dämmschicht
gelangt ist, messen wir die Restfeuchte und setzen die Trocknung an. Nasser
Estrich trocknet nicht von allein. - Dokumentation. Fotos, Messwerte und aufgeschlüsselte Rechnung
für Ihre Versicherung.
Versicherung: was Sie beachten sollten
Leitungswasserschäden sind grundsätzlich versichert – aber die Zuständigkeit ist
geteilt:
- Wohngebäudeversicherung: Schäden an der Bausubstanz, an
Leitungen, Estrich, Putz und fest verbauten Teilen. Auch die Reparatur des
gebrochenen Rohrs selbst. - Hausratversicherung: Schäden an Möbeln, Teppichen, Elektronik
und allem, was nicht fest mit dem Gebäude verbunden ist.
Zwei Dinge entscheiden über die Regulierung: schnelle
Schadensminderung und Dokumentation. Wer nachweislich
sofort abgesperrt und den Notdienst gerufen hat, ist auf der sicheren Seite. Wer
tagelang zuschaut, riskiert Kürzungen wegen grober Fahrlässigkeit.
Melden Sie den Schaden zeitnah, auch wenn der Umfang noch unklar ist. Und werfen
Sie nichts weg, bevor die Versicherung es freigegeben hat.
Weitere Sanitär-Notfälle
Häufige Fragen
Was mache ich zuerst bei einem Wasserrohrbruch?
Hauptabsperrhahn schließen. Das stoppt den Zulauf unabhängig davon, wo die Leitung gebrochen ist. Danach bei Bedarf die Sicherung für den betroffenen Bereich ausschalten, den Schaden fotografieren und den Notdienst unter 0173 6191686 rufen.
Wie finde ich heraus, ob ich wirklich einen Rohrbruch habe?
Schließen Sie alle Wasserhähne in der Wohnung und beobachten Sie den Wasserzähler zehn Minuten lang. Bewegt sich das Sternrad, läuft irgendwo Wasser – dann liegt eine Leckage vor. Zusätzliche Hinweise sind Rauschen in der Wand bei geschlossenen Armaturen und nachlassender Druck an den Armaturen.
Muss für die Leckortung die Wand aufgestemmt werden?
In den meisten Fällen nicht. Wir orten zuerst zerstörungsarm mit akustischer Korrelation, Thermografie oder Tracergas und öffnen dann gezielt an der Bruchstelle. Die Öffnung hat dadurch typischerweise die Größe einer Hand statt einer halben Wand.
Wie lange dauert die Reparatur?
Ein zugänglicher Bruch an einer Anschlussleitung ist häufig innerhalb von ein bis zwei Stunden erledigt. Sitzt der Bruch im Estrich oder in einer Wand, kommt die Ortungszeit hinzu, und die anschließende Trocknung dauert je nach Durchfeuchtung mehrere Tage bis Wochen.
Warum brechen im Berliner Altbau so oft Rohre?
Weil dort noch viele verzinkte Stahlleitungen aus der Bauzeit liegen. Dieses Material korrodiert von innen, verliert über Jahrzehnte Wandstärke und bricht dann ohne äußeren Anlass. Wenn in einem Gebäude die erste Leitung bricht, folgen die nächsten erfahrungsgemäß innerhalb weniger Jahre.
Zahlt die Versicherung den Notdiensteinsatz?
Bei Leitungswasserschäden in der Regel ja – die Wohngebäudeversicherung übernimmt Schäden am Gebäude und die Rohrreparatur, die Hausratversicherung Schäden am Inventar. Voraussetzung ist, dass Sie den Schaden unverzüglich begrenzt und gemeldet haben. Unsere Rechnung ist entsprechend aufgeschlüsselt.
Rohrbruch? Erst absperren, dann anrufen
24 Stunden, 365 Tage im Jahr. Leckortung und Sofortreparatur, meist in 30 bis 60 Minuten bei Ihnen.
Oder Rückruf anfordern – Antwort meist innerhalb von 15 Minuten
