Das Wichtigste in Kürze
- Betroffen sind zwei Gerätetypen: die Gastherme als Durchlauferhitzer oder Etagenheizung und der Warmwasserspeicher beziehungsweise Elektroboiler.
- Häufigste Ursachen bei der Therme: verrußte Zündelektroden, verschmutzte Ionisationselektrode und ein verkalkter Wärmetauscher.
- Berlin liegt im Härtebereich hart – Verkalkung ist hier keine Ausnahme, sondern der Normalfall und die Ursache vieler Ausfälle.
- Typisches Frühwarnzeichen: Das Warmwasser wird langsamer heiß oder schwankt in der Temperatur, oft Monate vor dem eigentlichen Ausfall.
- Rund um die Uhr, meist 30 bis 60 Minuten Reaktionszeit, Festpreis vor Arbeitsbeginn.
Themen auf dieser Seite
- Gastherme
- Kombitherme
- Boiler
- Warmwasserspeicher
- Zündelektrode
- Ionisationselektrode
- Wärmetauscher
- Verkalkung
- Wasserhärte
- Heizstab
- Opferanode
- Berlin
Symptome und was dahintersteckt
- Therme zündet nicht, klickt aber hörbar. Die Zündung arbeitet, aber es kommt zu keiner stabilen Flamme – meist verrußte Zündelektroden oder eine verschmutzte Ionisationselektrode, die die Flamme nicht erkennt.
- Therme startet und geht nach Sekunden wieder aus. Klassisches Zeichen für ein Ionisationsproblem oder eine gestörte Abgasführung.
- Warmwasser wird nicht mehr richtig heiß. Der Wärmetauscher ist verkalkt und überträgt weniger Wärme.
- Wassertemperatur schwankt stark beim Duschen. Häufig Verkalkung in Kombination mit zu geringer Durchflussmenge.
- Therme taktet – schaltet ständig ein und aus. Deutet auf Verkalkung, falsche Einstellung oder eine überdimensionierte Anlage hin.
- Boiler liefert kein warmes Wasser mehr. Bei Elektroboilern meist ein verkalkter Heizstab oder ein defekter Thermostat.
- Rostiges Wasser aus dem Speicher. Ein ernstes Zeichen: Die Opferanode ist aufgebraucht und der Behälter korrodiert bereits.
Warum Berliner Wasser Thermen zusetzt
Berlin liegt im Härtebereich hart. Beim Erhitzen fällt der im Wasser gelöste Kalk aus und lagert sich dort ab, wo es am heißesten ist – im Wärmetauscher der Therme und auf dem Heizstab des Boilers.
Die Folgen kommen schleichend:
- Die Kalkschicht wirkt als Isolierung: Es braucht mehr Energie für dieselbe Warmwassermenge, der Gasverbrauch steigt.
- Der Durchfluss im Wärmetauscher sinkt, die Therme taktet.
- Die Bauteile arbeiten dauerhaft über ihrer Auslegungstemperatur und altern schneller.
- Irgendwann schaltet die Anlage auf Störung – meistens dann, wenn sie am stärksten gefordert wird, also im Winter.
Deshalb der ehrliche Hinweis: Ein großer Teil der Thermenausfälle, zu denen wir nachts gerufen werden, ist im Kern ein Kalkproblem mit jahrelanger Vorgeschichte. Eine jährliche Heizungswartung mit Reinigung des Wärmetauschers ist die einzige Maßnahme, die das zuverlässig verhindert.
Wie wir vorgehen
- Fehlerspeicher auslesen und Betriebsdaten prüfen.
- Sichtprüfung an Brenner und Zündung. Elektroden, Abstände, Verrußung, Zustand der Ionisationselektrode.
- Abgasweg und Kondensatablauf kontrollieren. Bei Brennwertgeräten eine der häufigsten stillen Ursachen.
- Wärmetauscher beurteilen. Bei Verkalkung entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen zwischen Reinigung und Austausch – und sagen offen, wenn ein Gerät wirtschaftlich am Ende ist.
- Bei Speichern: Heizstab, Thermostat und Opferanode prüfen. Eine aufgebrauchte Anode ist ein Grund, den Behälter genau anzusehen.
- Probelauf über einen vollständigen Zyklus, dann Übergabe.
Sicherheit bei Gasgeräten
Bei Gasgeräten gibt es zwei Situationen, in denen Sie nicht abwarten sollten:
- Gasgeruch. Nichts schalten, nicht telefonieren in der Wohnung, lüften, Gebäude verlassen, von draußen anrufen. Bei starkem Geruch zuerst den Gasnotdienst des Netzbetreibers.
- Verdacht auf Abgasaustritt. Kopfschmerzen, Übelkeit oder Müdigkeit, die auftreten, während das Gerät läuft, und draußen nachlassen – ebenso Rußspuren am Gerät. Kohlenmonoxid ist geruchlos. Gerät ausschalten, wenn gefahrlos möglich, lüften, Räume verlassen und anrufen.
Ältere raumluftabhängige Thermen in kleinen Bädern sind hier besonders aufmerksam zu behandeln – sie brauchen ausreichende Verbrennungsluft und einen funktionierenden Abzug.
Weitere Heizungs-Notfälle
Häufige Fragen
Meine Therme zündet nicht – kann ich selbst etwas tun?
Prüfen Sie Gasabsperrhahn, Stromversorgung und Anlagendruck und drücken Sie die Entstörtaste ein- bis zweimal. Bleibt es dabei, ist es ein Fall für den Fachbetrieb: Arbeiten an Brenner, Zündung und Gasführung sind sicherheitsrelevant und gehören nicht in Laienhand.
Warum wird mein Warmwasser nicht mehr richtig heiß?
In Berlin ist die häufigste Ursache ein verkalkter Wärmetauscher. Die Kalkschicht wirkt wie eine Isolierung, weniger Wärme gelangt ins Wasser. Bei Elektroboilern ist es meist ein verkalkter Heizstab oder ein defekter Thermostat.
Was bedeutet es, wenn die Therme ständig ein- und ausschaltet?
Dieses Takten deutet meist auf Verkalkung, eine ungünstige Einstellung oder eine für den Bedarf zu groß dimensionierte Anlage hin. Häufiges Takten verschleißt Zündung und Brenner überdurchschnittlich – es lohnt sich, die Ursache klären zu lassen, statt es hinzunehmen.
Ist rostbraunes Wasser aus dem Boiler gefährlich?
Es ist vor allem ein Warnsignal. Es deutet darauf hin, dass die Opferanode aufgebraucht ist und der Speicherbehälter selbst korrodiert. Wird das ignoriert, folgt irgendwann ein undichter Speicher – und damit ein Wasserschaden. Lassen Sie das zeitnah prüfen.
Woran erkenne ich einen möglichen Abgasaustritt?
An Kopfschmerzen, Übelkeit oder auffälliger Müdigkeit, die auftreten, während das Gerät läuft, und im Freien nachlassen – sowie an Rußspuren am Gerät. Kohlenmonoxid ist geruchlos und deshalb besonders tückisch. Gerät ausschalten, lüften, Räume verlassen und anrufen.
Lohnt sich die Reparatur oder besser ein neues Gerät?
Das hängt vom Alter, vom Zustand des Wärmetauschers und von der Ersatzteilverfügbarkeit ab. Wir sagen Ihnen vor Ort ehrlich, wenn eine Reparatur wirtschaftlich keinen Sinn mehr ergibt – im Notdienst sorgen wir aber zunächst dafür, dass Sie wieder Warmwasser und Wärme haben.
Therme oder Boiler defekt?
24 Stunden, 365 Tage im Jahr. Diagnose und Reparatur, meist in 30 bis 60 Minuten bei Ihnen.
Oder Rückruf anfordern – Antwort meist innerhalb von 15 Minuten
