Ein CO-Warnmelder löst Alarm aus? Verlassen Sie mit allen anwesenden Personen sofort das Gebäude und rufen Sie von draußen die 112. Warten Sie nicht auf einen auffälligen Geruch, sichtbaren Rauch oder Beschwerden. Kohlenmonoxid ist ein unsichtbares, geruchloses und hochgiftiges Gas. Ein Heizungsnotdienst ist in dieser Situation nicht die erste Anlaufstelle: Zunächst müssen Feuerwehr und Rettungsdienst die Gefahrenlage beurteilen.
Gerade in der Heizperiode kann ein Alarm im Umfeld einer Gastherme, eines Ofens oder einer anderen Feuerstätte auftreten. Daraus lässt sich die Ursache jedoch nicht sicher ableiten. Dieser Ratgeber erklärt die sichere Reihenfolge im Berliner Haushalt – von der unmittelbaren Gefahrenabwehr bis zur späteren technischen Prüfung. Er enthält keine Anleitung zur Fehlersuche an einer laufenden Anlage.
Bei CO-Alarm: rausgehen, 112 wählen, draußen bleiben
Die Feuerwehr Nauheim und eine aktuelle Sicherheitsinformation der Stadt Osterode am Harz nennen dieselbe zentrale Maßnahme: Das Gebäude unverzüglich verlassen und die Feuerwehr verständigen. Versuchen Sie nicht, zuerst herauszufinden, welches Gerät verantwortlich ist. Auch ein scheinbar normal arbeitender Heizkessel ist keine Entwarnung.
- Gemeinsam ins Freie gehen: Nehmen Sie anwesende Personen mit. Verzögern Sie das Verlassen nicht, um Gegenstände zu suchen, eine Anzeige zu fotografieren oder die Therme zu kontrollieren. Ein griffbereites Mobiltelefon können Sie mitnehmen.
- Andere ohne Selbstgefährdung warnen: Informieren Sie weitere Bewohner, soweit dies auf dem Weg nach draußen oder anschließend telefonisch möglich ist. Gehen Sie nicht für einen Warnrundgang zurück ins Haus.
- Von draußen 112 anrufen: Nennen Sie die genaue Adresse, den ausgelösten CO-Warnmelder und ob noch Menschen im Gebäude sind. Berichten Sie auch über beobachtete Beschwerden. Beantworten Sie die Fragen der Leitstelle und folgen Sie deren Anweisungen.
- Auf die Einsatzkräfte warten: Betreten Sie das Gebäude nicht wieder eigenmächtig. Das gilt auch dann, wenn der Alarm verstummt oder ein Fenster geöffnet wurde.
Fenster können Sie nur dann auf dem unmittelbaren Weg öffnen, wenn dies ohne Verzögerung und ohne zusätzliche Gefährdung möglich ist. Kehren Sie dafür nicht um. Lüften ersetzt weder das Verlassen des Gebäudes noch den Notruf. Sind Personen im Haus zurückgeblieben, teilen Sie deren vermuteten Aufenthaltsort der Leitstelle mit, statt selbst erneut hineinzugehen.
Warum fehlender Geruch und ein stiller Rauchmelder nichts beweisen
Kohlenmonoxid, abgekürzt CO, kann bei unvollständiger Verbrennung kohlenstoffhaltiger Brennstoffe entstehen. Die Feuerwehr nennt unter anderem technische Defekte, mangelnde Wartung und blockierte Abgaswege als mögliche Zusammenhänge. Das sind allgemeine Gefahrenquellen, keine Diagnose für Ihren Haushalt. Ob eine Therme, ein Ofen oder etwas anderes beteiligt ist, müssen die zuständigen Fachleute klären.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt ausdrücklich vor der falschen Annahme, CO lasse sich am Geruch, am Rauch oder am Alarm eines gewöhnlichen Rauchmelders erkennen. Ein Rauchwarnmelder ist kein Ersatz für einen CO-Warnmelder. Auch eine freie Sicht im Raum oder das Fehlen wahrnehmbarer Abgase sagt nichts Verlässliches über die CO-Konzentration aus.
Eine weitere Besonderheit ist für Mehrfamilienhäuser wichtig: Kohlenmonoxid kann auch in Räume gelangen, in denen selbst keine Feuerstätte steht. Suchen Sie deshalb bei einem Alarm nicht nur neben der eigenen Heizung nach einer Erklärung. Die Gefahrenbeurteilung und gegebenenfalls Messungen gehören in die Hände der Einsatzkräfte.
Was Sie am Melder und an der Heizung nicht tun sollten
Entfernen Sie nicht die Batterie und nehmen Sie den Melder nicht ab, um den Alarm zu beenden. Drücken Sie nicht versuchsweise die Entstörungstaste der Heizung. Öffnen Sie weder das Gerätegehäuse noch Abgasverbindungen und versuchen Sie nicht, Lüftungs- oder Abgaswege selbst zu reparieren. Eine anschließende Ruhe des Geräts würde nicht beweisen, dass die Raumluft sicher ist.
Ein CO-Alarm und eine Batterie- oder Störungsanzeige können je nach Modell unterschiedliche Signale haben. Diese Unterscheidung sollten Sie vorbeugend anhand der Herstellerunterlagen kennenlernen, nicht während einer unklaren Alarmsituation im betroffenen Gebäude. Wenn Sie nicht sicher ausschließen können, dass ein CO-Alarm vorliegt, behandeln Sie das Signal als Gefahr und klären Sie die Situation von draußen mit der 112.
Wann der Heizungsfachbetrieb hinzukommt
Erst nach der Gefahrenabwehr und entsprechend den Vorgaben der Einsatzkräfte folgt die technische Klärung. Informieren Sie bei einer gemeinschaftlich versorgten Immobilie auch die Hausverwaltung. Eine möglicherweise beteiligte Feuerstätte darf nicht einfach wieder gestartet werden. Eine Freigabe zum Betreten des Hauses ist nicht automatisch eine Freigabe zum Weiterbetrieb der Anlage.
Betrifft die anschließende Prüfung eine Gastherme, kann die Thermenreparatur in Berlin für die fachliche Bearbeitung der Heizungsstörung angefragt werden. Für weitere Defekte an der Anlage ist die Heizungsreparatur in Berlin passend. Schildern Sie dabei ausdrücklich den vorausgegangenen CO-Alarm und die Anweisungen der Einsatzkräfte. Abgaswege oder Schornsteine können zusätzlich die Einbindung des Schornsteinfegerbetriebs erfordern.
Die Übersicht zum 24h-Notdienst in Berlin hilft bei der Zuordnung nachgelagerter technischer Probleme. Sie ersetzt bei CO-Alarm ausdrücklich nicht den Notruf 112. Vereinbaren Sie keine Reparatur als Ersatz für die sofortige Alarmierung der Feuerwehr.
Vorbeugen: Wartung und Warnmelder ergänzen sich
Regelmäßige fachliche Wartung von Heizungen und Gasthermen sowie die Kontrolle von Schornsteinen gehören zu den von der Feuerwehr genannten Schutzmaßnahmen. Nutzen Sie die Heizungswartung in Berlin, um den Wartungsbedarf Ihrer Anlage zu klären. Verschließen Sie keine vorgesehenen Lüftungsöffnungen und lassen Sie Änderungen an der Luftversorgung fachlich beurteilen.
Geeignete CO-Warnmelder ergänzen diese Vorsorge, ersetzen sie aber nicht. Beachten Sie für Auswahl, Montageort, Funktionsprüfung und Austausch die Herstellerunterlagen. Nutzen Sie niemals einen Holzkohlegrill als Wärmequelle in der Wohnung oder Garage. Und halten Sie die wichtigste Reihenfolge für den Ernstfall präsent: zuerst ins Freie, dann 112 – technische Reparaturen folgen erst danach.
Quellen
- Feuerwehr Nauheim: Gefahr durch Kohlenmonoxid – Verhalten im Ernstfall und Prävention
- Stadt Osterode am Harz: Kohlenmonoxid-Alarm – Sicherheitshinweise vom 23. Oktober 2026
- Bundesinstitut für Risikobewertung: Kohlenmonoxid – die unterschätzte Gefahr
- Kreisfeuerwehrverband Heilbronn: CO-Gefahr in der Heizsaison und Freigabe von Feuerstätten






